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Klappe: Betreten Sie mit dieser Abenteuersammlung die Welt der Imperialen Inquisition. Konfrontieren Sie Ihre frisch erschaffenen Ermittler mit arkanen Ränken und widerwärtigen Schrecken aller Art. „Mit Feuer und Schwert“ ist für Einsteiger und Veteranen gleichermaßen geeignet und enthält für jeden Spielstil etwas. Erforschen Sie die Schrecken des Warhammer-40.000-Universums von Grund auf! • „Freue dich, denn du bist wahrhaftig” spielt an schillernden Adelshöfen, wo Intrigen nicht die einzige Todesgefahr darstellen. • „Schatten im Zwielicht” schickt die SC in Begleitung eines Space Marines der Deathwatch auf der Suche nach einem geheimnisvollen Artefakt an Bord eines Space Hulks. • „Die Hoffnung des Barons” bringt die SC in noch größere Gefahr, denn sie müssen sich als Mutanten ausgeben, um verdeckt gegen Rebellen und Ketzer in den Gorgonidenminen Sepheris Secundus’ zu ermitteln. Alle drei Abenteuer zusammen bilden eine Kampagne um eine schreckliche Verschwörung, die die SC aufdecken müssen, wenn der Calixis-Sektor überleben soll! |
Nicht lange nach dem Erscheinen des Grundregelwerkes „Schattenjäger“ wirft Feder & Schwert nun einen Abenteuerband auf den Markt. Die Aufmachung ist wie schon der Regelband düster und martialisch Anmutend mit dem Totenkopfschwert in der Mitte und den kriegerischen Figuren an den Seiten, sowie der angedeuteten Bedrohung ringsum. Bei der Illustration hat man sich an „Schattenjäger“ gehalten und damit ein einheitliches Bild erzeugt. Die Bilder sind allerdings einheitlich in schwarz-weiß gehalten, aber der Stil und die rote-goldene Seitenränder sind erhalten geblieben. Dabei wird jeder wichtige NSC bildlich und schriftlich vorgestellt, manche auch mit Werten. Sogar Warpwesen wurden Bilder gewidmet! Das ist auf jeden Fall besser als jede rein wörtliche Beschreibung, da der SL so auch mit eigenen Worten und Schwerpunkten beschreiben kann. Da hat man sich ausgesprochen viel Arbeit gemacht und sauber illustriert.
Die drei Abenteuer decken unterschiedliche Bereiche im Imperium ab. So befindet man sich in „Freue dich, denn du bist wahrhaftig“ auf einer Makropolwelt. Dort soll man Intrigen aufdecken. Es sind also vor allen Dingen gesellschaftliche Talente, sowie die Fähigkeit sich anzupassen gefragt. Die Akolythen dürfen hier Detektiv spielen und den Intrigen auf die Spur kommen. Für die Spieler ist das sicherlich ein großer Spaß und das Abenteuer bietet alles, um das zu fördern, für den Spielleiter wird es allerdings anspruchsvoll. Er hat zwar einen roten Faden und Ereignisse welche die Spieler auch durch falsche Schlussfolgerungen noch auf den richtigen Weg führen können, dennoch ist es schwerer so viele Möglichkeiten und Gesprächspartner zu miemen, die dazu noch nicht zu offensichtliche Hilfestellung geben sollen, als ein geradliniges Waldabenteuer zu meistern, bei dem es kaum Seitenwege gibt.
Das zweite Abenteuer ist da schon geradliniger. Es ist schlichter und leichter für den SL zu leiten, als die anderen beiden, denn es gibt nur einen Weg den die Helden einschlagen können und somit sind die Begegnungen vorherbestimmt. Will der SL mehr für seine Spieler, muss er sich selbst etwas überlegen. Für die Spieler ist es dennoch nicht langweilig, da viele Informationen zum Imperium und diversen Gruppierungen enthalten sind.
Das letzte Abenteuer zeigt den Akolythen das zweite Gesicht des Imperiums, sofern sie es nicht schon kennen. Es birgt eine gewisse Schwierigkeit für den Meister, das Imperium als Heilsbringer darzustellen, das dennoch mit harter Hand regiert, denn besonders mit dem Ende werden nicht alle Helden glücklich sein. Aber macht das nicht den Reiz von solchen Abenteuern aus?! Angepriesen wird es als Horror-Abenteuer, aber ich sehe da nichts mehr als Gesplatter. Gruslig wird es nicht, aber für die Akolythen durchaus grausig. Die Grausamkeit der Dämonen, ihren Einflüssen und die Dringlichkeit deren Bekämpfung werden sehr deutlich. Also Horror nicht, mit einem guten Meister aber dennoch ein gutes Abenteuer.
Bei diesem Abenteuerband soll es sich um eine Kampagne handeln. Davon ist aus meiner Sicht zu wenig zu sehen. Zwar steckt hinter allem die gleiche Organisation, doch ist das letzte Abenteuer bei weitem kein Höhepunkt, sondern nur ein weiteres Abenteuer um diese Organisation. Deshalb ist der Begriff „Kampagne“ zu hoch gegriffen. Soll daraus eine Kampagne entstehen, so kann der SL das als Einstieg nehmen, aber nicht als abgeschlossene Abenteuersammlung. Oder aber Feder & Schwert entschließt sich mit einem weiteren Band daran anzuschließen.
Während dem Lesen konnte ich mich nicht dem Eindruck erwehren, dass es sich bei „Mit Feder und Schwert“ hauptsächlich um Railroad-Abenteuer handelt. „Freue dich, denn du bist wahrhaftig“ weist am Wenigsten davon auf, drängt aber die Akolythen, egal was sie tun, dennoch in eine Richtung. Da kann man nur hoffen, die Spieler bemerken das nicht, sonst wissen sie, dass sie nicht viel leisten müssen um ans Ziel zu kommen. Das ist wenig reizvoll. Sicher können die Aufträge auch scheitern, aber nur, wenn sie sich entschließen es vorzeitig zu beenden... keine gute Ausgangssituation.
Am Ende fühlt man sich besonders beim letzten Abenteuer etwas in der Luft hängen gelassen. Mehr Ausformulierungen und Wahlmöglichkeiten bzw. Reaktionen auf die von den Akolythen hervorgerufenen Situationen würde man sich wünschen. Nach dem Höhepunkt wird man mit wenigen Absätzen abgewimmelt. Das ist für den Preis etwas zu wenig.
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Fazit: Jolinar |
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geschrieben am: Tue, 15 Sep 2009
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