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Ceres am Abgrund: Atlan Monolith 5 (Rückert, Manfred)



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Klappe:

April 3112 alter Terranischer Zeitrechnung: In dieser Zeit geht die United Stars Organisation – kurz USO – gegen das organisierte Verbrechen vor. An ihrer Spitze steht der Arkonide Atlan, Perry Rhodans bester Freund. Ein Zellaktivator verleiht dem mehr als zehntausend Jahre alten einstigen Imperator des arkonidischen Imperiums die relative Unsterblichkeit.

Nach seiner Rettung vom Planeten Shenzen fliegt Atlan mit dem Ultraschlachtschiff MORPHEUS zum Solsystem. Dort herrscht Alarmstimmung, denn auch im Innern des Planetoiden Ceres ist ein Monolith aktiv geworden. Diesen nutzt Malcher, der Anführer der Silberherren, um ins Herz des Solaren Imperiums vorzudringen und nach der Macht zu greifen. Als Erste begegnen die Bergleute und Lemurerforscher von Ceres der Gefahr und lernen Malchers Skrupellosigkeit kennen. Und als Atlan sich mit Santjun auf den Weg zum Monolithen von Ceres macht, wird die lächelnde Katze zum Wegweiser …

Meinung:

Auch für den fünften Band der Kurzreihe kommt mit Manfred H. Rückert ein erfahrener Serien-Autor und Kenner des Perry-Rhodan-Universums zum Zuge.

Die Handlung um die Monolithen, eine uralte Hinterlassenschaft einer unbekannten Rasse spitzt sich zu.

Die unterirdischen Anlagen auf dem Planetoiden Ceres teilten sich bisher Eisgräber auf der Suche nach HyBoost-Kristallen und Lemurer-Forscher auf der Jagd nach Hinterlassenschaften der "Ersten Menschheit" wenig einträchtig.
Die bisherigen Funde auf Ceres erweckten nicht nur rein akademisches Interesse und so befinden sich Eisgräber und Forscher den Planetoiden, ohne es zu wissen, auch noch in Gesellschaft von Agenten verschiedener galaktischer Mächte.

Während die Grabungen auf Ceres gut voran kommen, wird ein Hyperimpuls ausgelöst, wie ihn der Leser schon von früheren Aktivierungen der Monolithen kennt.
Diesmal ist jedoch kein ferner Planet betroffen, denn Ceres liegt im terranischen Sonnensystem, also mitten im Zentrum der Macht.

Während andere galaktische Mächte das Erwachen eines womöglichen Waffensystems auf Ceres mit Misstrauen begegnen, verzögern die durch die Aktivierung der Monolithen erzeugten Hyperraumstörungen Atlans Reise ins Solsystem.
Perry Rhodan lässt inzwischen den Planetoiden militärisch abriegeln und lässt Truppen landen, um Eisgräber und Forscher beim weiteren Vordringen in die freigelegten lemurischen Anlagen zu unterstützen.
Ziel ist es, eine Deaktivierung des Monolithen zu erreichen.

Die im Kriegsrat zwischen den führenden terranischen Köpfen und dem nun eingetroffenen Atlan erörterte Alternative zur Abschaltung – die Zerstörung des Monolithen – ist dem Lordadmiral der USO nicht lieb.
Zwischen ihm und dem USO-Agenten Santjun hat durch vergangene Ereignisse um die Monolithen eine Art Verknüpfung der Lebenskräfte stattgefunden.
Benutzt Atlan seinen Zellaktivator – seinen Garanten für relative Unsterblichkeit -  entzieht er Santjun dessen verfallende Lebenskraft, die dieser selbst nurmehr durch die stärkende und gleichzeitig korrumpierende Energie des Silbermetalls aufrecht erhalten kann – jenem mit den Monolithen verbundenem Material, das auch die mysteriösen Silberherren zur Verlängerung ihres Lebens retten.
Atlan hofft diese fatale Bindung durch die Erforschung der Geheimnisse der Monolithen zu lösen, doch der Schlüssel zum ganzen kann womöglich auf Ceres verborgen sein.

Doch diese Schwierigkeiten behält der Kristallprinz lieber für sich.

Die Aktion auf Ceres scheint zu einem Misserfolg zu geraten. Das gemischte Team gerät unter Beschuss lemurischer Abwehreinrichtungen und wird dabei zerschlagen. Opfer sind zu beklagen und ein Teil der Gruppe wird entführt.
Es zeigt sich, dass sich Monolith und Abwehranlagen einmal mehr in der Hand eines altbekannten Gegners, des Silberherren Malchers, befinden, der einen Verräter in der USO in Bewegung setzt und die Waffensysteme des Monolithen einsetzt, um Perry Rhodan seine Macht zu bezeugen.
In der Folge wird ein Ultraschlachtschiff des Solaren Imperiums mit scheinbarer Leichtigkeit zerstört.

Atlan ist inzwischen mit seinem bewährten Team auf Ceres gelandet und dringt ebenfalls zum Monolithen vor...

Wir der Geist des lemurischen Wachroboters Calipher ihm helfen, die Abwehreinrichtungen zu umgehen? Wird er rechtzeitig erscheinen, um die Gefahr des Monolithen zu deaktivieren und Malcher zu stellen? 

Eines ist sicher: der in die enge getriebene Silberherr ist zu außergewöhnlichen Taten fähig. 

Erneut liegt hier ein unterhaltsames und auch spannendes Werk der Reihe vor. Dem Autoren gelingt es in einer angenehmen Beiläufigkeit technische Besonderheiten und Unterschiede einfließen zu lassen und erklärt dem Leser Gegebenheiten in einer Art und Weise, die gleichzeitig auch die Handlung voranbringen oder den Charakteren mehr Tiefgang verleihen.
Zu den Charakteren ist anzumerken, dass sich der Autor auch denjenigen mit Liebe zum Detail widmet, denen ein früher Tod vorherbestimmt ist. Auf die „Rothemdenregel“ - er hat einen Namen, er hat eine Sprechrolle, er wird sterben – ist hier kein Verlass.
Der Stil ist gradlinig und verzichtet sowohl auf besonders komplexe Sätze, als auch auf gewagte Konstruktionen. Eine deutliche Portion an Humor ist hier und da jedoch deutlich zu bemerken und dass es in den Führungskreisen des Solaren Imperiums hin und wieder ähnlich zugeht wie auf einer Abschlussfahrt einer Realschule gehört wohl auch zum guten Ton im Perryversum.
Aber auch die dramatischen Momenten kommen nicht zu kurz und der Leser wird mit starken Szenen von Verlust, Bedrohung und Verzweiflung konfrontiert.
Die Motivationen der handelnden Personen sind nachvollziehbar und ihre Handlungen folgen daraus logisch.
Letztendlich würde es der Rezensent auch nicht wagen, einen Autoren ernsthaft zu kritisieren, der seinen Helden von einem Schiff aus der „Minstrel in the gallery“-Flotte unter dem Kommando des entscheidenden Teammitglieds der „Jethro Tull“ abholen lässt.

Fazit:

Eine würdige Fortsetzung des Monolith-Zyklus'. Der Roman ist spannend sowie unterhaltsam und weist jenen Stil auf, den der Leser von der Perry-Rhodan-Reihe erwarten darf.



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Statistik:
gelesen: 231 mal
Wörter: 1151
geschrieben am: Tue, 12 Oct 2010
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