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Der Monstrumologe (Yancey, Rick)



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Klappe:

Junge Will Henry ist ein Waisenkind und arbeitet als Assistent des kauzigen Dr. Warthrop. Der gute Doktor hat sich auf ein ganz besonderes Gebiet spezialisiert: Er ist Monstrumologe, das heißt, er studiert Monster und macht Jagd auf sie. Eines Abends kommt ein Grabräuber zu Will und dem Doktor ins Labor. Er hat einen schrecklichen Fund gemacht: eine Leiche, in die sich ein Monster verbissen hat. Der Doktor weiß, diese Monsterart ist äußerst gefährlich, da sie Menschen tötet. Und die einzigen, die nun zwischen diesen Bestien und den Menschen stehen, sind der Doktor und der kleine Will …

Monstrumologie:
1. Das Studium von Kreaturen, die sich dem Menschen gegenüber grundsätzlich böswillig verhalten und deren Existenz von der Wissenschaft nicht anerkannt ist. Meist handelt es sich um Wesen, die man dem Reich der Mythen und Legenden zuordnet
2. Die Jagd auf solche Lebewesen


Meinung:

Liebe Freunde des Klappentextes, selten hat mich ein Klappentext so aufs Glatteis geführt, wie bei diesem Roman. Ja der kauzige Doktor und sein jugendlicher Gehilfe sind die einzigen die zwischen den bösen Kräften der Dunkelheit und den Menschen stehen. Klingt lustig? Ist es aber nicht, spätestens wenn der „kauzige“ Doktor einem weiteren Mitstreiter mal eben einen Kopfschuss verpasst, hat es sich ausgegrinst.
Einband und Klappentext vermitteln hier deutlich den Eindruck eines Jugendbuches oder zumindest eines Buches mit parodistischen Zügen. Das täuscht.

Das was wir hier geboten bekommen, und von mir als Horrorparodie zu lesen begonnene Buch, stellt sich als knallharter Splatter in viktorianischer Zeit  heraus. Spritzende Gedärme und Verstümmelungen sind selbstverständlicher Teil der Handlung. Der Plot ließe sich sicher eins zu eins in ein Cthullu oder Midgard 1880 Szenario übernehmen.
Aber auch Hunter und ähnliche Systeme können hier gefüttert werden.
Der ganze Hintergrund über die Monstrumologen Gesellschaft ließe sich sicher auch verwursten. (vermutlich zu Blutwurst)

Worum geht’s? Nun zunächst vordergründig um eine Karnivoren Meute, die sich irgendwie nach Amerika geschlichen hat und sich reichlichstem  Nachwuchs erfreut. Darunter liegt die Geschichte der Beziehung des Waisenkindes und des Doktors, die sehr skurril, aber auch auf eine verschrobene Weise sehr eng ist. Zugleich erfahren wir wie der Doktor zu der Person wurde die er ist.
Fast schon eine psychologische Studie.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des Waisenjungen Will Henry, der sich im Alter an diese Ereignisse erinnert. Die Sprache ist nüchtern und gradlinig, aber gerade deshalb sehr flüssig zu lesen.
So manche Perle versteckt sich aber für viele sicher unbemerkt in einem Nebensatz.
Gerade dieses viktorianische Zeitalter finde ich immer besonders interessant, aber der eigentliche Plot ist von der Zeit unabhängig.

Ich würde mir durchaus die eine oder andere Fortsetzung wünschen, denn Will Henry hat sicher noch mehr berichtenswerte Erlebnisse gehabt.

Fazit:
Ein Klasse Buch, das ich nur sehr empfehlen kann, wenn man weiß worauf man sich hier einlässt. Zufällige Käufer werden aber vielleicht eine böse oder auch blutige Überraschung erleben.






Christoph

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Statistik:
gelesen: 369 mal
Wörter: 711
geschrieben am: Thu, 14 Oct 2010
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