Helden.de » Reviews » Romane » Fantasy » Mürrische Monster (Buckingham, Royce)
Lange mussten wir nicht warten um den zweiten Teil von Royce Buckinghams Monster-Reihe kaufen zu können. Nach „Dämliche Dämonen“ muss sich Nate diesmal mit mürrischen Monstern abgeben. Naja... auf den Titel sollte man sich nicht zu sehr versteifen, er ist nur ein Wortspiel, der lediglich auf den Stil der Geschichte hinweist.
Wie schon der erste Teil ist „Mürrische Monster“ kein tiefgründiger Band, in den man tagelang seine Nase stecken kann. Es ist äußerst kurzlebig, zum Einen natürlich wegen der geringen Seitenzahl, vor allem aber wegen der rasanten Geschichte und dem witzigen Erzählstil. Man kann das Buch einfach nicht weglegen. Zu viele Geschehnisse überschlagen sich und zu viele Fragen warten auf eine Antwort. Der Autor weiß einfach wie man den Leser bei der Stange hält. Es macht einfach Spaß zu lesen. Und das offene Ende des Romans lässt wieder auf den dritten Band hoffen! An Spannung fehlt es definitiv nicht.
Ersteht man sich dieses Buch, sollte man sich vorher über den kontrastreichen Inhalt bewusst sein. Einerseits sind es witzige Momente und Gestalten (der Dämon Pernikus zum Beispiel, der nichts als Schabernack im Kopf hat), auf der anderen Seite werden auf ziemlich brutale Weise Menschen und auch liebenswürdige Dämonen niedergemetzelt. Für mich macht das gerade den Reiz aus! Einerseits kindlich-niedlich, auf der anderen Seite härter als das tägliche Leben. Es ist gerade dieser Kontrast, der dem Roman seinen besonderen Touch und seinen Charme verleiht.
Durch diese ganze aufgebaute Spannung, dem rasanten Szenenwechsel und den vielen Geschehnissen, kommen leider die Charaktere etwas zu kurz. Man wünscht sich nach dem 1. Band etwas mehr Hintergrundwissen. Zwar erfährt man etwas zu Nate und wie seine Eltern umgekommen sind, aber seine neue Bekannte Lilly, oder seine zwei Freunde werden ziemlich außen vor gelassen. Auch mehr Informationen zu den Dämonen in Nates Obhut wären interessant gewesen. Da hätte der Autor gerne noch einige Seiten zwischenschieben können um auch dieses Informationsbedürfnis der Leser zu stillen.
| Fazit: „Mürrische Monster“ ist nicht weniger spannend und kurzlebig wie der erste Teil aus Royce Buckinghams Feder. Charme, Witz und ein gewisses Maß an brutalen Monstern und Monsterfressern geben dem Roman seinen ganz eigenen Charakter. Einzig die geringe Charakterentwicklung gib Anlass zur Kritik. Jolinar |
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geschrieben am: Sun, 14 Nov 2010
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