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Morland 2 - Die Blume des Bösen (Schwindt, Peter)

Morland 2 - Die Blume des Bösen (Schwindt, Peter) Klappe:

Ganz Morland leidet unter der Schreckensherrschaft der Eskatay, die gnadenlos Jagd auf alle Magier machen. Die magisch begabten Waisen Hakon und York begeben sich auf eine gefährliche Reise, um dem Geheimnis ihrer Herkunft auf die Spur zu kommen und dem Terror Einhalt zu gebieten. Doch die Zeit drängt: Ein Luftschiff steuert geradewegs auf die Stadt Morvangar zu. In seinem Bauch befindet sich eine tödliche Fracht ...

Meinung:

Der erste Roman der Trilogie von Peter Schwindt hat mich schwer begeistert.  Ein Buch mit auserwählten Kindern, die dem Bösen die Stirn bieten. Doch bei einer Trilogie besteht immer die Gefahr, dass der mittlere Teil nur als Übergang gesehen werden kann, da der Höhepunkt des Spannungsbogen erst im letzten Roman liegt und so Teil 2 eher dazu genutzt wird, dem Leser Informationen zukommen zu lassen. Für das Gesamtwerk ist das sicherlich akzeptabel, das „Zwischenbuch“ allein schneidet meist aber nicht sonderlich gut ab. Nun würde ich gerne sagen, dass es hier anders ist, der Roman für sich allein durchaus Spannung bis zur letzten Seite aufbaut und den Leser fesselt, aber da muss ich euch leider enttäuschen. Genau dieses beschriebene Problem tritt auch hier auf.

Es gibt natürlich Ereignisse, welche etwas Spannung aufkommen lassen, allerdings sind das meist nur kurze Momente und nach dem nächsten Kapitel schon wieder vorbei. Einen Höhepunkt zum Ende des Buches gibt es nicht. Dafür aber viele Informationen, die Licht ins Dunkel bringen. Warum ist Morland wie es ist? Welche Gefahren verbergen sich im Eskaton? Gibt es mehr Gist? Auch das ziellose Reisen von Hakon und York bekommt eine Richtung und ein Plan wie man gegen die Eskatay vorgehen kann, gewinnt an Substanz. Damit hat „Morland – Die Blume des Bösen“ durchaus seine Daseinsberechtigung in dieser Trilogie. Für sich allein gibt es aber nicht sonderlich viel Spannung her.

Vieles unterscheidet die Gist ja nicht von den Eskatay und dass Menschen den Unterschied nicht immer sehen wollen, wird sehr deutlich. Ein Zwist entsteht, den man durchaus nachvollziehen kann und der eine weitere mögliche Front zeigt, an der die Kinder kämpfen müssen, vielleicht nicht mit Waffen, aber durchaus um zu überleben.

Ein Punkt hat mich persönlich ganz gewaltig gestört. Der Autor erkennt den Tieren ab, ein Bewusstsein zu haben und nicht mehr zu sein, als ein sich bewegendes Objekt. An diesem Punkt ist er bei mir ganz gewaltig ins Fettnäpfchen getreten, auch wenn manche das als künstlerische Freiheit sehen wollen. Außerdem hoffe ich, dass dieses Tier die gewonnene Bösartigkeit nur wegen dem Eskaton entwickelt hat. Wobei auch das wieder weitere Fragen aufwirft, warum die Gist dann anders sind als die Eskatay. Nun, man wird sehen, was Herr Schwindt daraus macht. Sicherlich ein interessanter Ansatzpunkt, aber mit sehr unglücklichem Start.

 

Fazit:

Ein typisches Übergangsbuch, das für sich allein nicht stehen kann. Weder geschichtlich, noch durch Spannung kann „Morland – Die Blume des Bösen“ überzeugen. Dafür gibt es aber viele Informationen, die für das letzte Werk interessant sein werden.

Jolinar
 

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gelesen: 637 mal
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geschrieben am: Sun, 17 Jan 2010
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