Helden.de » Reviews » Romane » Dsa » Der Schrecken von Arlingen (Brinek-Walach, Thomas)
Meinung:
Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, musste ich als erstes an „Sleepy Hollow“ denken. Ein Dorf, das von einem unbekannten Schrecken heimgesucht wird, ein junger aufstrebender Detektiv, der nicht an das abergläubische Geschwätz glauben will, eine junge Dorfschönheit und ein Ende, in dem doch Übernatürliches mitschwingt. Das passiert im Film und das passiert auch im Buch.
Hoch motiviert kommt Geron, ein Held mit aufregender Vergangenheit, in Arlingen an und soll die schrecklichen Morde aufklären. Als weltgewandter Mann tut er jedes abergläubische Geschwätz als Unsinn ab und ist überzeugt, dass alles ganz natürlich zu erklären ist. Mit dieser Einstellung eckt er aber mit vielen im Dorf an, da dies heißen würde, einer von ihnen wäre der Mörder. So bringen sie dem Fremden nur Misstrauen und Abneigung entgegen. Erst langsam taut dieses Verhalten auf, nämlich dann, als es für manchen schon zu spät ist. Und schließlich kann auch dem grausamen Mörder Einhalt geboten werden, oder nicht?
Die Handlung ist an die aventurische Welt angepasst, soweit ist das Buch ganz stimmig. Beim Charakter vermute ich, dass es sich um einen ehemals gespielten Charakter handelt (evtl. auch noch in Gebrauch), was nicht unbedingt positiv für den Roman ist. Es wird nämlich mehr Wert auf die Vergangenheit von Geron gelegt, als in die spannende Umsetzung der Kriminalgeschichte. Zwar klärt sich damit auf, warum der Held im Dorf ist, mit den Morden selbst hat sein altes Leben aber nichts zu tun.
Die Mordserie selbst ist relativ schnell zu durchschauen. Bei der ersten Erwähnung weiß man, wer der Mörder ist und auch die Hintergründe der Tat sind nicht überraschend. Die Frage ist nur, wie lang braucht der Held zum Lösen. Und das zieht sich etwas hin, was v.a. an den Rückblicken ins Heldenleben liegt, die eher stören, da sie für die Lösung nicht relevant sind. Das Buch eignet sich aber als Abenteurervorlage für einen Detektivszenario, solange man ein paar Änderungen vornimmt. Für ein gutes Buch ist es aber einfach zu wenig, eine Filmidee umzuschreiben und mit der Vergangenheit seines Helden zu füllen.
| Fazit: Schnell durchschaubare Geschichte, v.a. wenn man oben genannten Film kennt. Die Übertragung in die aventurische Welt ist stimmig, aber es fehlt eben die Innovation. Joela |
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geschrieben am: Mon, 28 Mar 2011
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