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Klappe: Als Lennard die Augen aufschlägt, ist nichts mehr so, wie es einmal war. Der Mondfall, eine apokalyptische Katastrophe, hat die Menschheit unsanft vom Thron der Schöpfung gestoßen und die Natur wieder zum alleinigen Herrscher über Leben und Tod gemacht. In der Hoffnung, eine alte Schuld abtragen zu können und sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, erfährt er, dass die Welt im Jahre 2200 von einer grausamen Schönheit gezeichnet ist, die jeden verschlingt, der nicht wachsam ist. Am Ende winkt nichts Geringeres als sein eigenes Leben und die Hoffnung auf Frieden zwischen der Menschheit und Seinesgleichen. Erster Roman des Heredium-Autors und Erfinders Andreas Schnell. |
Nun habe ich als den ersten Roman zum Heredium RPG gelesen, da er mich besonders als Einstieg bzw. zum Bekanntwerden mit der Hintergrundwelt interessierte. Heredium gespielt habe ich ja bisher noch nicht, aber laut Autor sollte das kein Problem darstellen.
Heredium selbst ist im weitesten Sinne ja ein Endzeitsetting irgendwo zwischen Shadowrun und Mad Max. So beginnt der Roman in der letzten Megastadt, die komplett von einem Supercomputer gesteuert und überwacht wird.
Dort in einem Krankenhaus liegt seit 10 Jahren ein bewusstloser Mann im Bett. Ja richtig vermutet, es handelt sich um Lennard. Als es so scheint, dass er aus der Bewusstlosigkeit aufwachen könne, beschließt eine machtvolle kriminelle Organisation, dass man ihn doch lieber komplett ausschalten sollte.
Eine Krankenschwester beschließt ihm zu helfen und mit ihm gemeinsam zu flüchten. Dann schließt sich den beiden noch ein, nenne ich ihn Abenteuer, an, der sich ganz spontan einmischt, als es ihnen ans Leder gehen soll.
Fällt euch was auf? Ich bin gestern mit dem Buch durch und habe bereits die Namen der handelnden Personen vergessen. Ist auch egal, denn diese beiden sind sowieso völlig unmotivierte Tode gestorben.
Womit wir beim Hauptproblem des Buches sind. Die Handlungen und vor allem die Motive der Personen bleiben völlig im Dunkel oder zumindest unverständlich. Es wirkt so, als hätte sich der Autor viel mehr gedacht, vergisst aber es dem Leser mitzuteilen.
Der Schreibstil geht zwar einigermaßen ok, doch durch diese Unverständlichkeit der Handlungen der Akteure, ist die Handlung nur mäßig spannend. Immer dachte ich da kommt noch was, jetzt wird ein Spannungsbogen aufgebaut. Falsch gedacht, es werden nur Handlungen abgespult ohne dass man versteht, warum und wieso. Dann werden wieder ganz andere Ereignisse geschildert, die völlig außerhalb des Hauptplots liegen. Was ich sagen will, ich kann bei diesem Roman einfach keine Prämisse finden. Was will uns der Autor sagen? Ich habe keine Ahnung.
Von der Heredium Hintergrundwelt, bekommt man einiges mit, das ist aber auch die einzige Motivation diesen Roman zu lesen.
| Fazit: Wenn man nicht gerade wie ich etwas über die Hintergrundwelt erfahren möchte, sollte man die Finger von diesem Roman lassen, der leider ziemlich langweilig ist und vor sich hin plätschert, ohne das man am Ende weiß, warum und wieso die Dinge passieren. Vielleicht sollte Andreas Schnell lieber Rollenspielmaterial schreiben, der Roman ist doch zumindest für mich enttäuschend. |
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Statistik:
gelesen: 653 mal
Wörter: 729
geschrieben am: Sun, 29 Nov 2009
Kommentare 2
Artikel bewerten: 3.0 von 5 Punkten
Komentare
Hallo, auch ich kann die rezi nicht nachvollziehen. mir hat das Buch sehr gut gefallen, spannend und guter Schreibstil. Ich warte schon sehnsüchtig auf den 2. Band
So ist es eben mit Meinungen, die sind immer persönlich und ich fands eben eher schlecht.
kann die rezi nicht nachvollziehen, ich fand den roman sehr spannend. eigentlich hat es mich nur geaergert das es nicht direkt einen 2 teil gab. 300 seiten sind dann doch recht kurz. so persoenliche sache wie "vielleich sollte er lieber was anderes schreiben" sind auch irgendwie daneben. eigentlich hat helden.de gute rezis aber die hier war mal nichts. schade.
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