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Meinung:
„Inception“ ist einer der Filme, auf die ich mich dieses Jahr ganz besonders gefreut habe. Nicht, weil er in den Himmel gelobt wurde, sondern weil mich die Thematik interessiert. Träume, in die sich der Protagonist begibt und welche Probleme auftauchen, wenn in ein einem fremden Bewusstsein herumgefummelt wird, sind ein spannendes Thema. Leider hat mich die Umsetzung der Geschichte aber ziemlich enttäuscht.
Man erfährt bereits in den ersten 20 Minuten wie der Film ausgeht. Übertrieben? Nein, denn es gibt bereits zu viele Filme, die diesen Verlauf nehmen, als dass es wirklich noch überraschen könnte. Es soll wohl neuartig wirken, aber mittlerweile hat man es schon zu oft gesehen. Wenn man sich schon Stilmittel bedient, das sein Verfallsdatum bereits überschritten hat, dann sollte man wenigstens die Geschichte schlüssig und abwechslungsreich gestalten. Aber auch hier Fehlanzeige. Die Inkonsequenz der Erläuterungen im Film sind nicht weniger störend, als die Vorhersehbarkeit. Es wird sehr viel erklärt, wie der Traum funktioniert, was man zu unterlassen hat und worauf man achten muss. Aber warum verhält es sich letztlich dann doch anders? Müssten manche Traumebenen nicht viel länger dauern um logisch zu sein? Wenn sich die Traumwelt verhalten würde, wie lang und breit erklärt wurde, dann ja.
Genug an der Geschichte herumgemeckert. Es gibt tatsächlich auch Punkte die wirklich gut gelungen sind. Die Nebengeschichte mit der verstorbenen Frau und dem verlorenen Leben des Protagonisten Dom Cobb ist wirklich sehr schön umgesetzt. Sie verleiht einen Hauch Würze und Überraschung. Der unberechenbare Faktor, der die Geschichte in die eine oder andere Richtung lenken kann. Ein Ansatz, aber leider zu wenig um dem Film eine gute Stütze zu sein.
Hat man sich auch nur ein wenig mit „Inception“ vor dem ersten Ansehen befasst, so weiß man, dass es sich nicht um ein leichtes Popcorn-Kino handelt. Aber der Wirrungen sind es zu viele, wenn beim angestrengten Verfolgen der Geschichte Kopfschmerzen drohen. Es ist ein ständiges hin und her nur unterbrochen von gewaltigen Actionszenen, bei denen es scheint, als würden sie die Defizite des Films überdecken wollen. Bis zu einem bestimmten Grad gelingt es ihnen auch . Die Effekte sind fantastisch und auch bei den actionreichen Szenen hat man viel Energie reingesteckt. Hin und wieder scheinen sie etwas lang, aber im Endeffekt werten sie den Film durchaus auf.
Die Besetzung ist, wie man wissen sollte, hochkarätig. Leonardo Di Caprio ist bekanntlich nicht nur ein Hollywood-Schönling, sondern auch ein hervorragender Schauspieler. Auch der Regisseur Christopher Nolan ist nicht zuletzt wegen seiner Batman Verfilmung bekannt. Man hat also gut eingekauft und besetzt, aber es reicht einfach nicht.
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Fazit:
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geschrieben am: Wed, 22 Dec 2010
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