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Die Bande des Captain Clegg

Die Bande des Captain Clegg Klappe:
Captain Collier landet 1792 mit seinen Truppen in einem verschlafenen Küstenort, um eine Schmugglerbande einzubuchten. Collier trifft auf eine verschworene Dorfgemeinschaft: Alle Bewohner haben Panik vor merkwürdigen Moorgespenstern auf Geisterpferden, die ihre Opfer in die Sümpfe treiben. Collier glaubt, dass die Schmuggler sich diese Geschichte ausdenken, um damit von ihrem Treiben abzulenken.
 
Meinung:

Koch Media Hammer Edition die 9te - „Die Bande des Captain Clegg“. Wie auch bereits bei „Der Satan mit den langen Wimpern“ war das Erste, was mir bei diesem Film in den Sinn kam „Warum nur, muss man immer solch bescheuerte deutsche Titel vergeben?“ Man könnte es doch auch wie im englischen Original einfach bei „Captain Clegg“ belassen!? Naja, aber andere Länder haben es da auch nicht besser. Z.B. die US-Variante  - „Night Creatures“, wobei es sich um den Titel handelt, welcher im Vorspann gezeigt wird.

Auf Grund der guten Erfahrungen der Vergangenheit, in Sachen Hammer Collection ging ich dieses Malmit ein wenig höheren Erwartungshaltung heran, da ich nach kurzer vorhergehender Internetrecherge feststellen konnte, dass der allseits beliebte und aus Hammer Filmen fast nicht wegzudenkende Peter Cushing wieder mit an Bord sein würde, sowie der bereits aus „Haus des Grauens“ bekannte Oliver Reed. Das sollte doch auf einen unterhaltsamen Filmabend schließen lassen. Diese Hoffnung sollte dann auch entgegen meiner sonst gemachten Erfahrungen mit ersten Eindrücken (!!!) erfüllt werden.

Bei „Captain Clegg“ handelt es sich nicht um den für Hammer eigentlich typischen Gothic Horror im Stile der Dracula Filme und auch nicht um einen reinen Psychothriller wie die Nr. 10 der Hammer Edition „Der Satan mit den langen Wimpern“. Aber es sind durchaus Elemente  aus Gruselhorror, Piratenfilm und in kleinerem Maße auch Krimi zu sehen, sofern man bedenkt, dass es sich bei den Dorfbewohnern um Wein- und Schnapsschmuggler handelt, welche der englische Captain Collier dingfest machen will. Allzu ungewöhlich ist diese Mischung dann aber auch nicht, die uns der Regisseur Peter Graham Scott hier vorgelegt hat. Die Geschichte selber basiert (inoffiziell – Disney hatte sich bereits in den 1930er Jahren die Rechte daran gesichert) im Übrigen auf einer Romanserie des englischen Schriftstellers Russel Thorndyke, welche von 1915...44 erschien.

Geboten wird ein spannender Film, welcher einem im Gegensatz zu „Columbo“ für relativ lange Zeit im Unklaren darüber lässt, was es mit den Dorfbewohnern, den Moorgeistern und Captain Clegg auf sich hat. Aufmerksame Gesellen werden aber wahrscheinlich doch relativ schnell Vermutungen darüber äußern können. Man sollte aber auch keinen Krimi mit 1000 vertrackten Wendungen erwarten, nur um am Schluss festzustellen, dass der Mörder doch der Gärtner war. Wer auch sonst??!!!

Ungewöhnlich für mich ist, dass „Captain Clegg“ bereits in Farbe gedreht wurde, obwohl schon 1961 erschienen. Trotzdem tut dies der gruseligen Atmosphäre des Films keinen Abbruch, die sich vor Allem in den gespenstischen Moorszenen offenbart und...ja...wenn die Geister auftauchen. Das Alter des Films lässt sich auch auf dem Gesicht von Hauptdarsteller Peter Cushing ablesen, welcher hier noch einen sehr jungen Eindruck macht. Nichtsdestotrotz liefert er in gewohnter Weise eine hervorragende schauspielerische Leistung ab, in dem er – nicht ganz ungewöhnlich, verglichen mit seinen Rollen in den Vampir und Dracula Filmen – einen geistlichen verkörpert, welcher nebenbei noch der Kopf einer Schmugglerbande ist. Unterstützt wird er dabei hauptsächlich  von seinem Kaplan, dem Sargbauer, dem Kneipenwirt Mr. Ash, sowie vom jungen Harry, brilliant dargestellt von Oliver Reed.

Nicht außer Acht zu lassen ist die Tochter des Kneipenwirts namentlich Imogene, auf die Harry scharf ist. Allerdings sind bei ihr meiner Meinung nach weniger die schauspielerischen Fähigkeiten (die auch nicht ohne sind) von Interesse, sondern eher zwei augenscheinlich sehr hervorstechende Argumente, welche auch für Harry hauptausschlaggebend gewesen sein dürften. Leider war man zur damaligen Zeit noch nicht so weit, diese beiden Hübschen näherer Betrachtung offenbaren zu dürfen. Sehr, sehr schade....

Darüber hinaus gibt es auch wieder nichts an Bild und Ton zu kritisieren, was langsam fast langweilig wird. Bei dieser Collection fehlt mir der Stoff für einen gepflegten Veriss! Die Digitalrestaurateure haben halt mal wieder tolle Arbeit abgeliefert. Wie üblich werden eine deutsche und eine englische Tonspur geboten (Drei Mal dürft ihr raten, welche ich gewählt habe...), sowie bei Bedarf deutsche Untertitel. An Extras hat man wieder die obligatorischen Trailer in Englisch und Deutsch hinzugefügt, sowie eine Bildgalerie, was meiner Meinung nach übrigens auch vollkommen ausreicht.

Wie bei vielen, vor Allem früheren Hammer Veröffentlichungen üblich, wurde auch mit „Captain Clegg“ abermals ein solides Stück Film veröffentlicht, für all diejenigen, die auf eine gehörige Portion Grusel stehen. Da er im direkten Vergleich trotzdem nicht an den von mir Tags zuvor geschauten „Der Satan mit den langen Wimpern“ heran reicht, ist die Bewertung einen Hauch niedriger.

 

Fazit:

Wie bei vielen, vor Allem früheren Hammer Veröffentlichungen üblich, wurde auch mit „Captain Clegg“ abermals ein solides Stück Film veröffentlicht, für all diejenigen, die auf eine gehörige Portion Grusel stehen. Da er im direkten Vergleich trotzdem nicht an den von mir Tags zuvor geschauten „Der Satan mit den langen Wimpern“ heran reicht, ist die Bewertung einen Hauch niedriger.



Payne
 

 

  

 

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geschrieben am: Tue, 15 Dec 2009
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