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Das Geheimnis der Mondprinzessin



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Klappe:
Etwas stimmt nicht in Moonacre Manor. Das Klavier spielt von selbst, der Hund erscheint im Spiegel als Löwe, nachts streift ein Einhorn durch den Garten und immer wieder legt jemand fremdartige Kleider in Marias Zimmer. Das gerade verwaiste Mädchen lebt nun widerwillig bei ihrem Onkel, dem wortkargen Sir Benjamin. Als sie versucht, das Rätsel des Hauses zu lösen, stößt sie auf einen uralten Fluch, der seit Jahrhunderten über dem Tal liegt und die Fehde zwischen den Familien der Merryweathers und der De Noirs nährt. Nur eine Mondprinzessin kann die endgültige Zerstörung noch aufhalten. Gut, dass eine ganze Schar von fantastischen Kreaturen darauf brennt, Maria bei der Rettung dieser magischen Welt beizustehen.



Meinung:

„Das Geheimnis der Mondprinzessin“ basiert auf die Buchvorlage von Elizabeth Goudge „Das kleine weiße Pferd“. Seltsamerweise ist der Film erst ab 12 Jahren freigegeben, während die Empfehlung für das Buch bei 11-12 Jahre liegt. Warum die Beschränkung so hoch gesetzt wurde, ist mir ein Rätsel. Es ist nicht blutig, nicht gruslig noch sonst etwas, das einer Freigabe ab 6 Jahren im Wege stehen würde.

Die Geschichte weißt die übliche Schwäche einer Buchadaption auf. Man merkt, dass inhaltlich eigentlich viel Stoff vorhanden wäre, aber dem Film hat man leider diese Zeit nicht gegeben. Es passiert alles etwas zu schnell und die Charaktere verlieren stellenweise an Tiefe, weil die rasante Handlung Vorrang hat. Man hat sich nicht die Zeit gelassen um Facetten genauer zu beleuchten und Charakteren wie dem Bösewicht der von Tim Curry dargestellt wird, mehr Farbe zu geben. Trotz diesem Makel ist es ein schöner, romantischer Film der zwar zügig voran schreitet, aber deshalb nicht viel von seinem Zauber verliert. Kinder dürfte die rasante Handlung weniger stören, denn ihnen wird auf jeden Fall nicht langweilig.

Für die Darstellung der Charaktere hat man auf rel. hochkarätige Besetzung gesetzt. Ioan Gruffudd spielt Onkel Benjamin und Dakota Blue Richards, bekannt aus „Der Goldene Kompass“ verkörpert die kleine Maria. An der schauspielerischen Leistung ist nichts auszusetzen. Gerade die Dakota Blue versteht es sehr gut, das einerseits verzogene und auf der anderen Seite das doch sehr leidenschaftliche und liebenswürdige Mädchen zu spielen.

Zuletzt noch ein paar Worte zu den Kostümen. Diese sind im Gegensatz zur Handlung sehr liebevoll und detailreich gestaltet. Die Schauplätze und Kleider können es sehr gut auch mit größeren Produktionen aufnehmen. Die Computeranimationen sind nicht das non-plus-ultra, aber durchaus dem Film angemessen und fügen sich sehr gut ein.

 

Fazit:
Die Schwäche der etwas zu rasanten Handlung wird durch die nette Geschichte teilweise wettgemacht. Ein Problem das aber sicher nur Erwachsene stört. Für die Zielgruppe „kleine, verträumte Prinzessinnen“ ist diese Die Geschichte genau die richtige Kost. Tolle Kostüme und eine sehr gute schauspielerische Leistung tragen ebenfalls ihren Teil bei um den Film aufzuwerten.


Jolinar
 

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geschrieben am: Tue, 8 Mar 2011
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Artikel bewerten: 4.5 von 5 Punkten

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